Internationaler Meisterkurs für Gesang vom 2. bis 12.07.2013 im Kloster Bredelar

Uwe Heilmann gehört zusammen mit Thomas Hampson, Renée Fleming, Matthias Goerne und anderen zu den berühmten Sängern, die sich bei Elisabeth Schwarzkopf perfektionieren ließen. Als einer der wenigen Lehrer weltweit gibt er in seinem Unterricht die Ideale Elisabeth Schwarzkopfs authentisch und auf höchstem Niveau weiter, da sie immer mehr in Vergessenheit zu geraten drohen, oder häufig missverstanden und fehlinterpretiert werden: Das Streben nach einem perfekten Legato, das Singen in der Kopfstimme, die Tragfähigkeit und die Klangfarben einer Stimme in ihrer optimalen Resonanz, der bedingungslose Wille zur Klarheit der Artikulation und Genauigkeit der Phrasierung, die Suche nach einer kompletten, intensiven Durchdringung von Wort und Musik im Dienste des Komponisten, nach Werktreue- vor allem aber das niemals endende Streben nach künstlerischer Authentizität und Vervollkommnung.




Dietrich Fischer-Dieskau sagte in einem Interview mit der Zeitschrift „Crescendo“: „Ich glaube, dass wir noch immer eine Menge guter Stimmen haben. Aber ich befürchte, dass sich die Einstellung zur Oper und zur Kunst im Allgemeinen geändert hat. Ich frage mich zum Beispiel, warum so viele junge Sänger kein Legato mehr singen können – das ist eigentlich die Voraussetzung zum Singen. (…) Auf jeden Fall wird es schwerer, Sänger zu werden, denn meistens lernt man inzwischen, wie laute Töne abgesondert werden und das am besten nach dem Motto: einer nach dem anderen. Das ist natürlich keine Methode, um eine vernünftige Phrase zu artikulieren, geschweige denn, um ein guter Sänger zu werden. (…) Vielleicht sollte man sich mehr mit den alten Stimmen auseinandersetzen.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Es könnte auch das Motto dieses Meisterkurses sein!